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Die Pflanze des Monats Dezember 2003:
Der Buchsbaum

Der Buchsbaum wird seit Urzeiten in den Gärten Europas kultiviert: in den berühmten englischen Knotengärten, in italienischen Renaissance-Anlagen, als Beeteinfassungen in Kloster- und Bauerngärten – geformt zu verschlungenen Bandornamenten und zu kunstvoIlen Figuren dressiert.Wild wachsend ist der Buchsbaum indes selten zu finden. Wenn, dann gedeiht er an Hängen und in lichten Wäldern.

Die bekannteste Art ist der Gemeine Buchsbaum, der ursprünglich aus Südeuropa und Westasien stammt. Der Buchsbaum ist ein sehr langsam wachsender Strauch und erreicht eine Höhe von bis zu 4 Metern, in einem Alter von mehr als 100 Jahren kann er bis zu 8 Meter hoch werden und einen Durchmesser von 50 cm erreichen.

Er wächst in der Regel als niedriger Strauch, doch treten in freier Natur auch baumförmige Exemplare auf. Kennzeichnend sind seine ovalen und etwas ledrigen Blätter, die auf der Oberseite dunkel und glänzend grün, auf der Unterseite etwas heller gefärbt sind.

Name: Buxus kommt von dem griechischen Wort pyxos für fest, womit er sich auf das feste, hornartigen Holz des Strauches bezieht. Seinen Namen verdankt der Buchsbaum denn auch der früheren Verwendung des harten Holzes für die Herstellung von Gewehren durch die Büchsenmacher. Noch heute wird es für Schnitzereien und Drechselarbeiten bevorzugt.

Heilwirkung: Homöopathisch findet der Buchsbaum Anwendung bei Rheuma und Fieber. Man benutzte ihn früher auch als Chininersatz gegen Malaria, wie antiken Schriften belegen.

Achtung: Viele Arten der Familie – auch der Gemeine Buchsbaum – enthalten vor allem in den Blättern giftige Alkaloide und andere aktive Substanzen. Wenn sie gegessen werden, führen sie zu ernsthaften Reizungen des Verdauungstraktes und möglicherweise auch zum Tod.

Eine Vergiftung stellt sich durch Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Zittern, Krämpfen, einem Blutdruckabfall und einem Kreislaufkollaps dar. Bei starker Vergiftung kann es auch zu Lähmungen und sogar zum Tod durch Atemlähmung kommen. Dies geschieht gewöhnlich bei falscher Anwendung der Pflanze in der Volksheilkunde. Die Pflanze ist auch ein Auslöser von Asthma beim Putzen und Polieren von Edelmetallen mit dem Holzstaub des Buchsbaums. Eine allergische Hautentzündung durch Kontakt mit der Pflanze ist ebenfalls bekannt. Tiere sind weitaus stärker gefährdet als Menschen.

  Pflanzung und Pflege:

Erde: Handelsübliche Blumenerde.
 
Sorten: Als Kübelpflanzen eignen sich die höher wachsenden Sorten B. sempervirens «Arborescens» und «Handsworthiensis». Letztere entwickelt etwas grössere, löffelförmige Blätter. Variäteten mit weiss- oder gelbbuntem Laub werden seltener angeboten. Die häufig für Beeteinfassungen verwendete Form «Suffruticosa» wächst langsam und bleibt auch im Alter niedrig.
 
Winter: Kühl und hell. Man kann Buchs auch im Freien überwintern, muss dann aber darauf achten, dass er keine Wintersonne abbekommt. Wie bei allen Immergrünen besteht die Gefahr, dass die Pflanze Trockenschäden erleidet, wenn der Wurzelballen gefroren ist.
 
Standort: Sonnig bis schattig.
 
Pflege: Am besten verabreicht man zu Vegetationsbeginn im Frühjahr eine Portion Langzeitdünger. An heissen Tagen verbraucht der Buchs viel Wasser.
 
Schnitt: Der Rück- und Formschnitt sollten im August durchgeführt werden.
 
Vermehrung: Stecklingsvermehrung gelingt gut. Beim Heckenschnitt im Spätsommer fallen mehr als genug Triebe an. Sie sollten etwa zehn Zentimeter lang sein.

  Systematische Einordnung:

Buchsbaumgewächse bilden die Familie Buxaceae, die meist als mit den Wolfsmilchgewächsen (Euphorbiaceae) verwandt angesehen werden. Der botanische Name des Gemeinen Buchsbaumes ist Buxus sempervirens, der des Ysander Pachysandra terminalis.

Der Artname sempervirens heisst in der direkten Übersetzung immer lebend (semper = immer, vivus = lebend) und auf die Pflanze bezogen bedeutet er immergrün.

 Ergänzende Infos:

 Die Buchse kann beliebig in Form geschnitten werden. Zahlreiche Sorten, auch solche mit verschieden gefärbtem Laub, sind als Zuchtformen erhältlich.

 Die kleinen, bis zu 2 cm langen Blätter sind lederartig, immergrün, kurzgestielt und haben eine elliptische Form, die am Rand etwas eingerollt sind. Die Oberseite ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite hellgrün.

 Der Buchsbaum ist geschützt! Die Pflanze ist wärmeliebend und tritt vor allem in Laubwäldern auf. Zusätzlich wird sie oft als Heckenpflanze oder als Ziergehölz angepflanzt. Sein natürliches Verbreitungsgebiet liegt in Mitteleuropa, Nordafrika, im Kaukasus sowie im westlichen Himalaya.

Quellen: Microsoft Encarta '99, «Mein schöner Garten», diverse Websites zum Thema (mit jeweiliger Verlinkung)