Die Pflanze des Monats November 2005:
Die Erika und das Heidekraut
Es ist jetzt die richtige Zeit, Gärten, Terrassen und Balkone mit der unbeschreiblichen Farbenpracht des Herbstes zu schmücken. Genügsamkeit, lange Blütezeiten und leichte Pflege machen den Herbst zur Zeit der vielfältigen Erikagewächse. Denn die Heidepflanzen bringen im Herbst leuchtende Farben in den Garten, wenn andere Pflanzen bereits am verblühen sind.
Bereits im November beginnen die ersten Sorten der Winter- oder Schneeheide (Erica herbacea syn. Erica carnea) zu blühen. Deren Blütezeit erstreckt sich über mehrere Monate bis Mitte Mai. Bei geschickter Sortenwahl hat man von Dezember bis April durchgehend blühende Schneeheide in Topf oder Garten. Alle Formen sind winterhart, bleiben niedrig und sind als Bodendecker gut geeignet.
Die Erika gracillis verträgt leichte Frühfröste und schätzt die kühle, oft feuchte Witterung dieser Jahreszeit. Einmal gepflanzt, benötigt sie nur noch ausreichend Feuchtigkeit (Giesswasser oder Regen), um lange schön zu bleiben..
Erica x darleyensis die Englische Heide ist eine Hybride (Kreuzung) aus Erica carnea und Erica erigena. Diese Sortengruppe zeichnet sich durch ihre Winterhärte aus. Sie blüht hauptsächlich im Frühjahr
Vom Frühsommer bis zum Spätherbst blühen Dutzende von Farbvarianten der Grauheide (Erica cinerea).
Auch Besenheide bzw. das Gemeine Heidekraut (Calluna vulgaris) gehört zur Familie der Ericaceae (Heidekrautgewächse), ist aber keine Erika sondern die einzige Art der Gattung Calluna. (Quelle und mehr dazu www.swr.de)
Die Erika
Alle Eriken (Erica) sind immergrüne, reich verzweigte Sträucher. Die bei uns winterharten Arten können nur als Kleinsträucher bezeichnet werden. Die kleinen Blätter sind nadelförmig. Sie sind meist quirlständig an den Trieben angeordnet. Die zahlreichen, glockigen Blüten stehen einzeln oder zu mehreren zusammen. Das Farbenspektrum reicht dank vielen Sorten von Weiss über Rosa, Rot bis Lila in allen Schattierungen.
Weltweit gibt es ungefähr 630 Arten von Erika (Erica). Fast alle sind in Südafrika beheimatet, wobei diese in unserem Klima nicht oder sehr schlecht winterhart sind. Für unsere Gärten eignen sich die europäischen Eriken, die über ganz Europa verbreitet sind. Drei Arten sind auch in der Schweiz heimisch. Es sind dies die Schneeheide (Erica carnea) welche am Weitesten verbreitet ist. Nur im Kanton Genf ist die Cornwall- oder Wanderheide (Erica vagans) zu finden. Die dritte Art, die Glockenheide (Erica tetralix), ist eigentlich nicht einheimisch, da sie erst im 20. Jahrhundert wild aufgetaucht ist. Es ist anzunehmen, dass hier der Mensch gewisse "Vorarbeit" geleistet hat.
(Quelle und mehr dazu: siehe www.gartenfreunde.ch)
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Heidekrautgewächse
Familie von Blütenpflanzen, die in den gemässigten und tropischen Regionen der Welt weit verbreitet ist. Sie umfasst etwa 3350 Arten, die in über 100 Gattungen aufgeteilt sind; viele davon sind Zierpflanzen. Für den Gartenbau von Bedeutung sind Rhododendren und Azaleen, Heidekraut, Erika, Lorbeerrose und der Sorrel-Baum. Einige Arten bilden essbare Früchte, beispielsweise Heidelbeere, Preiselbeere und Buckelbeere. Die Bruyerepfeife wird aus Knoten der am Mittelmeer vorkommenden Baumheide hergestellt.
Heidegewächse kommen in ganz Europa natürlich vor, insbesondere auf sauren, moorigen Böden. Die meisten Arten stammen aus Südafrika. Bei uns sind in erster Linie zwei zu finden: Erika, auch Glocken- oder Winterheide genannt, und Calluna, die Besen- oder Sommerheide.
Heidekrautarten sind unter anderem :
Standort Pflege und Verwendung
Blütezeit: Sommer, Herbst und Winter
Standort: Der Standort sollte sonnig bis absonnig sein.
Boden: Die Erikagewächse verlangt sauren, feuchten Boden, aber es darf keine stauende Nässe entstehen. Ausserdem müssen die Böden einigermassen nährstoffreich und gut durchlüftet sein. Bodenpilze und Bakterien – mit ihnen bildet die Heide eine Lebensgemeinschaft – müssen günstige Bedingungen vorfinden. Doch Vorsicht: Es zwei Pilzkrankheiten (Botrytis und Fadenpilz). Um deren Azusbreitung zu verhindern, sollte man die Heidegewächse weiter auseinandersetzen, so dass die Pflanzen luftig stehen.
Überwinterung: Überwintert wird die Pflanze hell und frostfrei.
Giessen: Regelmässig giessen. Auch im Winter nicht austrocknen lassen.
Düngen: Die Düngung erfolgt bei mehrjähriger Kultur einmal im Frühlingüber einen organischen Dünger.
Schädlinge: Schädlinge kommen selten vor.
Verwendung: Die Blüten werden als harntreibender und blutreinigender Tee bei Harnwegserkrankungen, Blasen- und Nierensteinen, Rheuma und Gicht verwendet. Doch aufgepasst:
Zu grosse Mengen Heidekraut können zu Magenbeschwerden führen.
Auch äusserlich hat Heidekraut heilende Wirkung, etwa heilt es Ekzeme, Hautrötungen und -ausschläge.
Ein Aufguss wird aus einem bis zwei Teelöffeln getrocknetem Heidekraut gebraut, das mit einem Viertelliter kochendem Wasser übergossen wird. Nach zehn Minuten seiht man ab. Man trinke täglich zwei bis drei Mal davon.
Ein Umschlag zur Beruhigung angegriffener Haut wird aus jenem Tee, in dem eine Kompresse getränkt wird, hergestellt.
Mehr zum Thema:
Systematische Einordnung / Name
Heidekrautgewächse bilden die Familie Ericaceae der Ordnung Ericales. Das Gemeine Heidekraut heisst botanisch Calluna vulgaris. Der Einblütige Fichtenspargel wird als Monotropa uniflora aus der Familie der Pyrolaceae klassifiziert.
Als weibliche Form von Erik (Erich) bedeutet Erika ursprünglich soviel wie „die nach dem Gesetz und Recht Herrschende“, „die Ehrenreiche“, „die allein Mächtige“. Der Vorname Erika wird fälschlich mit dem Heidekraut (lateinisch: Erica) in Verbindung gebracht. Der Vorname stammt aber nicht vom dem Heidekraut ab. Auch ist das Heidekraut nicht nach Erika benannt worden, sondern „Erica“ ist die lateinisch-botanische Bezeichnung für die Gattung der Heidekrautgewächse (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)
Ergänzende Infos:

Die Erika ist ein Heidekraut (Besenheide), das in lichten Kiefern- und Eichenwäldern sowie in Heide- und Dünengebieten und Mooren anzutreffen ist.

Wenn von Toten-Gedenktagen die Rede ist, dann verbinden die meistens diese – gerade in der Novemberzeit – mit der Erika und den Heidekrautpflanzen.
Link: Pflanzen fürs das Grab.

Die Calluna ist ein robuster, kompakter und kriechender, zwergwüchsiger Strauch, der im Spätsommer unsere Heidelandschaften prägt. Man findet zahlreiche Sorten - die Blüte ist weiss, rosa, rot oder violett.

Oft wird Erika (Erica) mit der Besenheide (Calluna) verwechselt. Ein typisches Unterscheidungs-
merkmal: Erika hat nadelförmige Blätter, die Besenheide hingegen schuppenförmige.
Quellen: Microsoft Encarta 2005, «Mein schöner Garten», diverse Websites zum Thema (mit jeweiliger Verlinkung)