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Gladiole

Die Pflanze des Monats Mai 2008: Gladiolen

Zu den eindrucksvollsten Sommerblumen gehören die Gladiolen. Deren Farbenvielfalt ist überwältigend: ausser reinem Blau, Braun und Tiefschwarz kommen alle Farben und Farbvariationen vor. Wenn man Gladiolen ab Ende April bis Juni im Abstand von etwa zwei Wochen, also zeitlich versetzt, im Garten gepflanzt, kann man die Blütenpracht den ganzen Sommer über geniessen – je nach Pflanztermin erstreckt sich die Blütezeit von Juli bis September. Gladiolen eigenen sich vor allem aber als Schnittblumen und werden als solche auch weltweit kultiviert.

Die Gladiole gehören zur Familie der Schwertliliengewächse, hat schwertförmige Blätter und prächtige Blüten.  Insgesamt gibt es mehr als 250 Arten, von denen die meisten südafrikanischer Herkunft sind, einige wenige stammen aus den Mittelmeergebieten. Da sich Gladiolen ausgesprochen leicht kreuzen lassen, ist es heute unmöglich, bestimmte Zuchtformen botanischen Arten zuzuordnen.

Die ersten Gladiolenarten kamen Mitte des 18. Jahrhunderts nach Europa. Vermutlich waren es zuerst die Gladiolus angustus und Gladiolus tristis, wenig später folgten cardinalis und floribundus. Die Zucht unserer heutigen Gartengladiolen begannen jedoch mit Gladiolus Gandavensis, die durch Louis van Houtte aus Gent 1841 in den Handel kamen.nach oben

Pflanzung, Pflege, Tipps

Standort/Boden: Ein humusreicher, etwas sandigen, sonniger Standort ist empfehlenswert. Hochwachsenden Gladiolen sollte man an einem windgeschützten Standort pflanzen, da sie sonst Stützen für mehr Standfestigkeit brauchen.

Der Boden sollten gut wasserdurchlässig, also locker und etwas feucht sein. Bei Trockenheit müssen Gladiolen ausreichend gewässert werden, wobei jedoch Staunässe zu vermeiden ist.

Pflanzung: Die Pflanztiefe liegt bei Wildformen zwischen 6 und 8 cm, bei grossblumigen Gartensorten zwischen 8 und 10 cm, in sandigem Boden ca. 15 cm.

Pflanzabstand: bei Wildformen 10 bis 12 cm, bei grossblumigen Gartensorten 12 bis15 cm.
Die flache Seite kommt nach unten!

Pflanzzeit: Bei Wildformen Oktober bis November, bei grossblumigen Gartensorten April bis Juni. Vom Pflanzen bis zum Austreiben der ersten grünen Teile vergehen in der Regel etwa drei Wochen. Mitte September sollte man die Knollen wieder aus der Erde nehmen und an einem trockenen und frostfreien Ort über den Winter aufbewahren.

Nachbarn: Für die Rabatte oder das Sommerblumenbeet, eigenen sich die etwas zierlicheren und standfesteren Butterfly-Hybriden. Darüber hinaus gibt es sehr dekorative Wildformen, zum Beispiel Gladiolus communis. Diese können im Freien überwintert und müssen lediglich mit Laub abgedeckt werden.

Mischkultur mit Bohnen, Erdbeeren und Erbsen sind ungünstig.

Pflege/Ernte: Spannen Sie über Ihr Gladiolenbeet ein grobmaschiges Netz und lassen Sie es mit den Blatt- und Blütenspeeren in die Höhe wachsen. So fallen die schweren Stiele nicht um und wachsen schön gerade.

Kompost, Steinmehl, niemals frischen Dünger geben.

Beim Pflücken im eigenen Garten sollte man den Schnitt etwas unterhalb der untersten Blüte schräg ansetzen und genügend Blätter übrig lassen.

Als Schnittblume: Gladiolen benötigen in der Vase sehr viel Wasser. Um die Schnittblumen zur vollen Blüte zu bringen, die oberste Knospe entfernen. Dadurch halten sie auch länger.

Überwinterung: Gladiolen sind im Allgemeinen in gemässigten Zonen nicht winterfest.

Die Knollen der grossblumigen Garten-Gladiolen werden vor dem ersten Frost ausgegraben und ihre Stängel bis auf ca. 5 cm zurückgeschnitten. Auf Fäulnis und Schädlinge untersuchen! Befallene Pflanzenteile werden entfernt und die Knollen trocken und frostfrei (bis maximal 10° C) eingelagert. Ideal eignen sich hierzu der Keller oder die Garage.

Krankheiten und Schädlinge: Schädlinge sind Gladiolenthripse, Blattläuse, Raupen und Schnecken, auch von Virosen, Lackschorf, Trockenfäule, Gladiolenbrand und Grauschimmel werden sie befallen.

Zur Vorbeugung gegen Thripse Gladiolenknollen vor dem Pflanzen einige Stunden in eine Insektizidlösung legen.

(Quelle Tipps: «Mein schöner Garten» und andere)

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Sorten / Arten

Die Pflanzen werden im Handel als früh-, mittelfrüh- und spätblühend in vielen Farben angeboten. Das Angebot ist riesig und ständig kommen neue Züchtungen und Farbvarianten auf den Markt. Bekannt sind G. communis (purpurrosa), G. 'Peter Pears' (lachsfarben), G. 'Amsterdam' (weiss), G. 'Windsong' (rosa mit gelber Mitte), G. 'Nova Lux' (gelb)

Weniger dominant als die Edelgladiolen sind ihre kleinen Schwestern, die sogenannten Nanus-Sorten, die nur etwa 50 cm hoch werden. Sie haben einen stärkeren Wildpflanzencharakter und wirken mit ihren dünnen, drahtigen Trieben verspielter und beschwingter. Die Knollen dieser Sorten brauchen zum Überwintern nicht mehr ausgegraben werden, sondern können unter Winterschutz auch draussen bleiben. Eine weitere attraktive Gruppe sind die Butterfly- oder Schmetterlings-Gladiolen. Mit 80 bis 100 cm stehen sie grössenmässig zwischen den Edelgladiolen und der Nanus-Gruppe. Die Blüten der Schmetterlings-Gladiolen beeindrucken durch ausserordentlich intensive Farben und haben häufig apart gewellte Ränder.

(Quelle und mehr dazu: http://green-24.de)

siehe auch: http://de.wikipedia.org und http://www.bio-gaertner.de

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Systematische Einordnung / Name

Die Gattung Gladiolus gehört zur Familie der Iridaceae. Das ist der wissenschaftliche Name der Schwertliliengewächse. Die namensgebende Gattung Schwertlilie oder Iris heisst botanisch Iris. Barttragende Schwertlilien bezeichnet man als Iris-Barbata-Hybriden, Netz-Schwertlilien als Iris reticulata und die Florentiner Schwertlilie als Iris germanica var. florentina. Safran gewinnt man von der Art Crocus sativus.

Der Name der Gladiole ist auf ihre markanten, schwertähnlichen Blätter zurückzuführen - das lateinische Wort «Gladiolus» steht für Schwert.

Siehe auch unseren Beitrag zum Thema Iris...

Weblinks/Quellen:

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Ergänzende Infos

Gladiolen
Legende Gladiolen können bis zu 1,50 m hoch werden.

Gladiolen
Legende Ausser reinem Blau, Braun und reinem Schwarz kommen sie in allen Farben vor.

Gladiolen
Legende Als Schnittblume eignen sich vor allem die grossblumigen Hybriden, die in vielen wunderschönen Farben angeboten werden.

Sumpfgladiole

Legende Die Sumpf-Gladiole (Gladiolus palustris) findet man im Übergangsbereiche von feuchten zu trockenen, nährstoffarmen Wiesen. Es handelt sich um eine in ihrem Bestand bedrohte Art.

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Quellen: Microsoft Encarta 2005, «Mein schöner Garten», diverse Websites zum Thema (mit jeweiliger Verlinkung)