Der Kleine Panda oder Katzenbär gleicht in der Grösse einer kräftigen Katze. Sein Fell ist dicht und rötlich braun, die Ohren sind spitz. Er besitzt kräftige Gliedmassen und flache Füsse mit teilweise einziehbaren Krallen und weichen Sohlen. Der lange, buschige Schwanz ist rot und gelb geringelt. Kleine Pandas leben ausser zur Fortpflanzungszeit als Einzelgänger in den Bambuswäldern der hohen Gebirge im Westen Chinas und im tibetanischen Himalaya. Bambus ist ihre Hauptnahrung, daneben ernähren sie sich aber auch von Früchten, Wurzeln, Flechten, Eiern und Kleintieren. Das Weibchen bringt ein bis vier Junge zur Welt, die es in einer mit Gras ausgepolsterten Baumhöhle oder Felsspalte ablegt. Der Katzenbär wird als gefährdete Art im Washingtoner Artenschutzübereinkommen geführt.
Der Grosse Panda oder Bambusbär hat ein dichtes, weisses Fell mit schwarzer Zeichnung an Ohren, Gliedmassen, Schultern und um die Augen; der Schwanz ist sehr kurz. Früher wurde er entweder den Grossbären oder den Kleinbären zugeordnet; heute stellt man ihn in eine eigene Familie. Der Grosse Panda siedelt in den hoch gelegenen Bambuswäldern Zentralchinas, die seine Nahrungsgrundlage sind; im Himalaya kommt er nicht vor. Ausser Bambusschösslingen frisst der Grosse Panda auch Pflanzenzwiebeln, Wurzeln, Eier und kleine Säugetiere. Der Grosse Panda ist ein Einzelgänger. Zur Fortpflanzungszeit hinterlassen beide Geschlechter ihre Duftmarken auf Felsen und Bäumen, und die Männchen lassen ihren brüllenden Ruf hören. Unter Umständen konkurrieren mehrere Männchen um ein Weibchen. Das Junge wird im späten Winter geboren. Der Grosse Panda ist vom Aussterben bedroht, sein Vorkommen ist auf ein kleines Gebiet im äussersten Westen Chinas beschränkt. Das Interesse der Welt und Forschungsgelder aus vielen Ländern haben die Situation des Grossen Panda etwas verbessert, die Art reagiert jedoch sehr sensibel auf menschliche Einwirkungen in seinem Lebensraum.
Ein schweres Problem für den Schutz dieser Art ist die Ernährungsweise. Der Grosse Panda ernährt sich fast ausschliesslich von dem nicht sehr nährstoffreichen Bambus. Bei Bambusarten kommt es periodisch zu einer Massenblüte, nach der diese Gräser grossflächig absterben, so dass die Tiere hungern müssen. Durch die Auftrennung des Lebensraumes des Grossen Pandas sind sechs getrennte Populationen entstanden. Die Gesamtzahl der im Freiland lebenden Tiere wurde 1998 auf 1000 geschätzt. Nur intensive Massnahmen des Schutzes und der Entwicklung werden das Überleben der Art sichern die bisherigen Bemühungen sind kaum ausreichend.
Obwohl Grosse Pandas eher Einzelgänger sind, finden sich in den Territorien dominanter Männchen lockere Gruppen mit mehreren Weibchen. Wenn sie hungern, können Grosse Pandas an Feldfrüchten und sogar Hühnern Schäden anrichten. Nur wenn man ihnen zu nahe kommt, werden Bambusbären dem Menschen gelegentlich gefährlich.
Pandas werden zumeist in
die Familie Ailuridae gestellt, manchmal auch den Ursidae zugeordnet. Der Kleine
Panda oder Katzenbär ist klassifiziert als Ailurus fulgens und der Grosse Panda
oder Bambusbär als Ailuropoda melanoleuca. "Pandas."