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Die Pflanze des Monats April 2007: Der Rhododendron

Die Rosenbäume – so lautet die deutsche Übersetzung des griechischen Wortes „Rhododendron“ – sind eine sehr alte Pflanzengattung mit mindestens 1000 bekannten Wildarten, zu denen auch Azaleen zählen. Das Hauptverbreitungsgebiet der Rhododendren ist China. Hier kommen 650 Arten wild wachsend vor, die meisten im Himalaja. Im übrigen Asien, ganz besonders in den immerfeuchten Hochgebirgslagen von Malaysia bis Sibirien aber auch in Nordamerika gibt es zahlreiche weitere Wildarte. Die meisten eignen sich wegen der klimatischen Ansprüche nicht für mitteleuropäische Gärten.

Die ersten, damals noch recht frostempfindlichen Gartensorten entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts durch Kreuzung eingeführter Wildarten, zunächst in England, später auch in Deutschland.

In der Gattung der Rhododendren kann grob zwischen den grossblumigen, zumeist auch kräftig und höher wachsenden Arten und Sorten sowie den kleinblumigen, zumeist kriechenden oder zwergwüchsigen Arten und Sorten unterschieden werden. Die grossblumigen Hybriden sind die grösste Rhododendrongruppe. Während viele alte Sorten wie ‘Cunninghams White’ und ‘Catawbiense Grandiflorum’ noch sehr starkwüchsig sind und im Alter leicht Wuchshöhen bis 4 Meter erreichen, bleiben moderne Züchtungen wesentlich kompakter. Sorten wie ‘Peggy’ sind nach 10 Jahren gerade mal einen Meter hoch.

Die Palette der Blütenfarben lässt bei den Grossblumigen Hybriden kaum Wünsche offen: Sie ist noch umfangreicher als bei Rosen, denn mit ‘Blue Boy’ und ‘Peter Alan’ gibt es sogar Sorten mit annähernd blauen Blütenfarben.

Rhododendren sind überwiegend immergrüne Sträucher, es gibt aber auch laubwerfende Arten, und einige Arten sind sogar Bäume.

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Der richtige Standort : Rhododendren bevorzugen eher schattige Standorte. Besonders vor der prallen Mittagssonne sollte die Pflanze geschützt sein. Als Schattenspender eigenen sich neben Gebäuden auch tief wurzelnde Bäume, wie Eichen, Eiben und Ostbäume. Bei ausreichendem Pflanzabstand gehen auch Tannen, Kiefern und Fichten.

Ungeeignete Nachbarn sind Weiden, Birken, Linden und Ahorn, da sie dem Rhododendron direkte Nahrungskonkurrenz machen.

Der richtige Boden: Das Wichtigste überhaupt ist ein gut durchlüfteter Boden. Lehmböden müssen unbedingt mit viel Sand und Rindenkompost aufgelockert werden, damit keine Staunässe auftritt, denn stehendes Wasser im Boden ist Gift für die Rhododendronwurzeln.
Ausserdem liebt der Rhododendron humusreiche Böden, die man als „sauer“ bezeichnet (pH-Wert 4,0–5,5). Die meisten Gartenböden sind nur schwach sauer, einige sogar kalk-reich. Damit sich Rhododendren hier dauerhaft wohl fühlen, sollten sie in spezielle Rhododendron-Erde gesetzt werden.

Ist der pH-Wert in Ihrem Garten zu hoch oder der Boden stark kalkhaltig, heisst dies also nicht, dass Sie keine Rhododendren pflanzen können. Sie müssen den Boden dann lediglich richtig vorbereiten. Dazu heben Sie das Pflanzloch für den Rhododendron etwa viermal so gross aus, wie der Wurzelballen ist. Auf den Grund des Pflanzlochs sollte eine 3 Zentimeter dicke Rindenschicht gestreut werden. Mischen sie den Aushub mit Rhododendronerde bzw. Moorbeeterde im Verhältnis 1:1. Von der Mischung soviel in das Pflanzloch füllen, dass die eingesetzte Pflanze ein wenig herausragt. Nach der Pflanzung sollte unverzüglich angegossen werden, da Rhododendren stets feuchte Wurzeln bevorzugen, Ballentrockenheit ist unbedingt ebenso zu vermeiden wie unablässige Staunässe.

Man kann auch beim Kauf der Kauf des Rhododendrons etwas mehr Geld aus und ausschliesslich kalktolerante Inkarho-Sorten pflanzen. Sie bilden bei höheren pH-Werten einen viel kräftigeren Wurzelballen.

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Dünger: Es ist von Vorteil, die Pflanzen mit (saurem) Rhododendron-Dünger zu versorgen. Denn aus den umliegenden Bodenbereichen werden in den Wurzelbereich kalkhaltige Bestandteile eingewaschen, die durch saure Dünger neutralisiert werden müssen. Die beste Zeit zum Düngen ist ab Ende März. Streuen Sie 60 bis 80 Gramm Dünger pro Quadratmeter.

Die richtige Pflege: Wenn der Boden in Ordnung ist, brauchen Rhododendren nur wenig Pflege. Doch sie benötigen viel Wasser. Steht der Busch auf trockenem Boden oder ist die Gegend niederschlagsarm, sollten Sie die Pflanze regelmässig giessen. Eventuell ist es sinnvoll einen etwa 15 cm tiefen Bewässerungsgraben rund um die Pflanze zu ziehen, den Sie dann regelmässig mit Wasser auffüllen. Auch sollte man möglichst mit Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser giessen – spätestens, wenn die Sträucher die ersten Blätter einrollen. Und für eine intensive Blüte im nächsten Jahr ist es wichtig, dass man alle verwelkten Blütenstände früh ausbricht. So vergeuden die Pflanzen für die Samenbildung keine Energie und bilden für die nächste Saison mehr Blütenknospen.

Fängt der Rhododendron nach ein paar Jahren an zu kümmern und schlecht zu wachsen, sollten Sie ihn ausgraben und ihm in gleicher Weise ein neues Bett aus saurer Erde schaffen.
Ein Zurückschneiden der Büsche ist nicht nötig. Wird die Pflanze zu gross, kann Sie aber problemlos im frühen Frühjahr gestutzt werden. Triebe werden entfernt, indem man direkt an dessen Ansatz den Schnitt setzt. Es sollten stets entfernt werden: tote Triebe, dürre, sich überkreuzende und beschädigte Triebe, die Wuchsform beeinträchtigende sowie nach innen wachsende und zu dicht stehende Triebe. Zur Verjüngung oder bei akutem Platzmangel vertragen gut gepflegte Rhododendren auch einen stärkeren Rückschnitt. Der beste Zeitpunkt für einen richtigen Schnitt ist das zeitige Frühjahr kurz vor Austriebsbeginn bei möglichst trockener und warmer Witterung.

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Schädlinge und Krankheiten

Falsche Standortbedingungen können bei Rhododendren zu Erkrankungen führen. Unterschiedliche Arten der Erkrankung sind: Pilzbefall, Braunwerden der Blätter, Vertrocknen der Knospen. Schädlingsbefall, beispielsweise durch Rüsselkäfer, führt ebenfalls zur Beeinträchtigung der Pflanze.
Aus Japan eingeschleppt wurde die Rhododendron-Gitternetzwanze. Die Wanze saugt an der Mittelrippe, was zu einem Braunwerden und Abfallen der Blätter führt. Die im Juli gelegten Eier überwintern. Die Nachkommen schlüpfen im Mai.
Auffallend an den beiden Alpenrosen-Arten sind oft rote, gallertartige Wucherungen, sogenannte Alpenrosen-Äpfel. Eine weitere Krankheit ist die Knospenfäule. Sie wird durch die Rhododendron-Zikade übertragen. Diese Zikade schlitzt die jungen Knospen auf, um dort ihre Eier abzulegen. Durch diese Schlitze kann dann der Pilz Pycnostysanus azaleae in die Pflanze eindringen und sich vermehren.
Rhododendron-Zikaden (Graphocephala fennahi) sind etwa 1 cm gross und durch ihre roten Streifen auf den Flügeln gekennzeichnet. Die Zikaden und ihre Larven sitzen meist auf den Blattunterseiten.

Gegenmassnahme:  (Tipp aus «Mein schöner Garten»)
Entfernen Sie regelmässig die braunen Knospen. Als chemische Bekämpfungsmittel sind beispielsweise „Provado 5 WG“ oder Neempräparate geeignet. Bringen Sie die Mittel in den frühen Morgenstunden aus, wenn die Tiere noch recht unbeweglich sind. Die beste Zeit beginnt ab Ende Mai, wenn die jungen Zikaden schlüpfen. Benetzen Sie unbedingt auch die Blattunterseiten. Einige Tropfen Abwaschmittel setzen die Oberflächenspannung der Spritzbrühe herab und erleichtern das vollständige Benetzen der Blätter.
Einzelne Pflanzen können Sie mit „Lizetan Combigranulat“ behandeln. Das Kombinationsprodukt aus Insektengift und Dünger wird im Wurzelbereich ausgestreut, von der Pflanze aufgenommen und über den Pflanzensaft an die Tiere abgegeben.
Die Zikaden bleiben auch auf sogenannten Gelbtafeln kleben, die in die Sträucher gehängt werden können.

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Giftigkeit

Viele Rhododendren sind giftig; das Gift, Grayanotoxin (Andromedotoxin) aus der Klasse der Diterpene, sitzt nicht nur in den Blättern, sondern auch im Nektar und im Pollen. Es sind schon Vergiftungen beim Menschen durch den übermässigen Genuss des Honigs aus dem Nektar der Rostblättrigen Alpenrose (R. ferrugineum) bekannt geworden. Bei schweren Vergiftungen kann verlangsamte Herztätigkeit, schwacher Puls bis hin zum Koma und Tod durch Atemstillstand eintreten. Auch bei Weidetieren sind Vergiftungen durch den Verzehr der Blätter aufgetreten.

Arten (siehe auch http://de.wikipedia.org)

Alle Rhododendron-Arten sind ausdauernde Gehölze. Am bekanntesten ist bei uns die Alpenrose: Rhododendron ferrugineum besiedelt ganze Hänge auf sauren Böden, R. hirsutum ist auf Kalkstandorten verbreitet. Beide Alpenrosen-Arten sind in den rauen, hochalpinen Lagen gedrungen wachsende Zwergsträucher. Manche Rhododendron-Arten der Tropen wachsen aufsitzend auf Bäumen, Rhododendren der asiatischen Küstengebiete werden mancherorts baumgross.

Zur Züchtung von Gartenpflanzen sind chinesische (R. dauricum, R. forrestii var. repens, R. williamsianum), kaukasische (R. caucasicum, R. ponticum), amerikanische (R. catawbiense, R. occidentale), und japanische (R. yakushimanum) Wildarten verwendet worden. Die heute bedeutendsten Rhododendron-Sorten sind Hybriden daraus. Gärtnerisch werden die immergrünen Arten und Sorten Rhododendron genannt, die sommergrünen bezeichnet man als Azaleen, wintergrüne als Japanische Azaleen.

Zur genaueren Klassifizierung der Rhododendren unterscheidet man zwischen Sortengruppen.

Ausführliche Beschreibungen der Sortengruppen und ihrer Eigenschaften sowie Standorteignungen sind der Fachliteratur zu entnehmen. Tipp dazu finden Sie hier: www.biothemen.de

Sommergrüne Rhododendron: www.hauenstein-rafz.ch

Parks
Es gibt einige Parkanlagen, die für ihre Rhododendron-Zuchtformen berühmt sind (eine Auswahl): http://de.wikipedia.org

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Systematische Einordnung / Name

Rhododendren bilden die Gattung Rhododendron aus der Familie Ericaceae.

Herkunft: Abgeleitet aus den griechischen Wörtern „Rose“ und „Baum“, also „Rosenbaum“. Der Name Rhododendron wurde bis ins 17. Jh. für den Oleander gebraucht und erst von Carl von Linné auf die Alpenrose übertragen. Dieser Name wurde ihm deshalb verliehen, da seine Blüten Rosen ähneln.

Synonyme: Rosenbaum, Alpenrose

Unterbegriffe: Alpenrose (Almrausch), Azalee, Porst

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Weblinks/Quellen:

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Ergänzende Infos


Legende Der Rhododendron catawbiense wächst in höheren Lagen Nordamerikas. In Mitteleuropa findet man zwei (unter Schutz stehende) Arten: die Behaarte Alpenrose (Rhododendron hirsutum) und die Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum).


Legende Behaarte Alpenrose: Die bis einen Meter hohe Behaarte Alpenrose (Rhododendron hirsutum) ist primär auf kalkreichen Böden in den Alpen und in Gebirgen der Balkanhalbinsel verbreitet. Die immergrüne Pflanze blüht im Mai und Juni.

Legende Rhododendron und Azaleen – Vielfalt einer Pflanzen-gattung:

Legende Rhododendren vereinen drei wichtige Merkmale: auffällige Blüten, immergrünes Laub und gute Frosthärte. Diese einzigartige Mischung macht sie zu perfekten Gartenpflanzen.


Legende Rhododendron-Zikaden (Graphocephala fennahi) sind etwa 1 cm gross und durch ihre roten Streifen auf den Flügeln gekennzeichnet.

Legende Links
Hier finden Sie Infos zu den Arten:

Legende Helmers
Legende
Der kleine Garten
Legende Biothemen
Legende wikipedia

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Quellen: Microsoft Encarta 2005, «Mein schöner Garten», diverse Websites zum Thema (mit jeweiliger Verlinkung)