Die Pflanze des Monats Februar 2001: Schneeglöckchen
Schneeglöckchen gehören zu der in Europa und Asien beheimatete Gattung der Amaryllisgewächse. Die robusten, mehrjährigen Krautpflanzen sind durch feste, blattlose Blütenstängel und hängende Blütenglocken gekennzeichnet. Die Blüten besitzen drei innere kürzere und drei äussere längere Kronblätter. Schneeglöckchen werden wegen ihrer duftenden, grünen und weissen Blüten als Zierpflanzen kultiviert. Sie blühen zu Beginn des Frühjahrs, oft noch bevor der letzte Schnee geschmolzen ist. Das Kleine Schneeglöckchen besitzt grashalmähnliche, bis zu 23 Zentimeter lange Blätter und erreicht eine Höhe von maximal 30 Zentimetern. Es ist als Gartenpflanze sehr beliebt und kommt wild lebend vereinzelt in Laubmisch- und Auenwäldern vor.
Schneeglöckchen
zur Blütezeit pflanzen
Wer hat
nicht schon mal im September liebevoll die kleinen schwarzen Zwiebeln der Schneeglöckchen
in die Erde gelegt, in der Hoffnung, sich im nächsten Frühjahr an ihren Blüten
freuen zu können? Häufig bleibt es bei dem Wunsch. Sucht man im Frühjahr nach
den weissen Frühlingsboten, so ist die Enttäuschung gross. Die winzigen Gesellen
haben es nicht geschafft, durch den Winter zu kommen oder sind von Mäusen gefressen
worden.
Mit mehr Erfolg siedelt man Schneeglöckchen im Garten an, wenn man sie blühend pflanzt. Wer sie schon im Garten hat, sucht sich schwach blühende Exemplare, nimmt sie mit der Pflanzschaufel vorsichtig auf - 20 cm tief neben den Zwiebeln einstechen und den Ballen herausheben - und teilt sie mit den Händen.
Wichtig: Die Teilstücke sofort wieder an anderer Stelle einpflanzen – die Wurzelballen dürfen nicht austrocknen. Warten Sie mit dem Verpflanzen nicht bis nach der Blüte, denn dann verschwinden auch bald die Blätter und man findet die Zwiebeln nicht mehr.
Wer keine Schneeglöckchen im Garten hat und niemanden kennt, der ihm ein Teilstück abgibt, kauft im Blumengeschäft blühende. Den Topf vor dem Pflanzen in Wasser tauchen.
Systematische
Einordnung:
Systematische
Einordnung: Schneeglöckchen bilden die Gattung Galanthus der Familie Amaryllidaceae.
Das Kleine Schneeglöckchen trägt den botanischen Namen Galanthus nivalis.
Amaryllisgewächse, Familie der Lilienartigen mit etwa 1 100 Arten, die vor allem in Steppengebieten der Subtropen und Tropen, zum Teil aber auch in nördlichen Regionen verbreitet sind. Amaryllisgewächse weisen eine grundständige Blattrosette auf, aus der ein kräftiger Blütenschaft hervorragt. Es handelt sich um krautige Pflanzen, die ungünstige Jahreszeiten zumeist mit Hilfe von Zwiebeln bzw. in einigen Fällen durch Rhizome überdauern.
Die Belladonnalilie bildet die einzige Art der Gattung Amaryllis. Sie wurde im 18. Jahrhundert aus dem Kapland eingeführt und ist heute als Zierpflanze mit vielen Hybriden im Handel erhältlich. Die maximal 80 Zentimeter hohe Pflanze besitzt riemenförmige Blätter und rosa, süsslich duftende Blüten. In ihrer Zwiebel findet sich das giftige Alkaloid Bellamarin. Verwandte Gattungen enthalten beliebte Pflanzen wie Osterglocken, Schneeglöckchen, Ritterstern und Clivien. Zusammen mit Liliengewächsen und Schwertliliengewächsen bilden Amaryllisgewächse die Ordnung der Lilienartigen.
Systematische
Einordnung: Amaryllisgewächse
Systematische
Einordnung: Amaryllisgewächse bilden die Familie Amaryllidaceae der Ordnung
Liliales. Die Belladonnalilie heisst botanisch Amaryllis belladonna. Osterglocken
gehören zur Gattung Narcissus, Schneeglöckchen zur Gattung Galanthus, Ritterstern
zur Gattung Hippeastrum und Clivien zur Gattung Clivia.
Das
Maiglöckchen
Schneeglöckchen und Maiglöckchen werden oft verwechselt. Maiglöckchen gehören indes zu den mehrjährigen krautigen Pflanzen der Liliengewächse. Die kultivierte Art ist in den gemässigten Zonen Europas und Asiens heimisch; in Nordamerika ist sie vermutlich eingebürgert worden.
Maiglöckchen werden seit langem bevorzugt in schattigen Gärten angepflanzt; dort wachsen sie in dichten Büscheln. Die grundständigen Blätter sind zungenförmig und parallel geädert. Die Früchte sind rote Beeren, die Blüten kleine weisse Glöckchen (gelegentlich treten andere Farben auf), die von einem einzigen aufrechten, bis zu 30 Zentimeter hohen Stängel herabhängen.
Wegen ihres Duftes werden die Blüten zur Parfümherstellung genutzt.
In Kultur werden Maiglöckchen in der Regel aus Knospen vermehrt, die sich am Ende des unterirdischen Wurzelstockes bilden. Haben sich Maiglöckchen an einem Standort erst einmal angesiedelt, so sind sie sehr durchsetzungsfähig.
Systematische
Einordnung: Maiglöckchen
Maiglöckchen
bilden die Gattung Convallaria in der Familie Liliaceae. Die kultivierte Art
trägt den wissenschaftlichen Namen Convallaria majalis.
Zu den Liliengewächse gehören Pflanzenfamilie mit über 250 Gattungen und rund 4 000 Arten an. Es sind überwiegend krautiger Blütenpflanzen, darunter viele mit Schaublüten. Viele bedeutende Gartenpflanzen gehören zu dieser Familie, darunter Tulpen, Lilien, Narzissen, Hyazinthen, Taglilien und die Belladonnalilien. Eine weitere wichtige Gattung, der Lauch, umfasst rund 700 Arten, die in der Regel unterirdische Zwiebeln oder Sprossachsen und lange, schmale Blätter haben, die am Grund des Stängels ansitzen (grundständige Blätter).
Mehrere Arten werden als Nahrungspflanzen angebaut: Zwiebeln, Knoblauch, Schnittlauch und Porree. In der Gattung Spargel sind die Blätter zu winzigen Schuppen zurückgebildet; die nadelartigen „Blätter" sind eigentlich stark umgebildete Zweige. Zarte junge Spargeltriebe werden als Delikatesse verzehrt. Der Zierspargel wird wegen seiner attraktiven Blätter und schönen roten Beeren als Zimmerpflanze gezogen.
Auch
die Gattung Aloe gehört zur Familie der Liliengewächse; sie umfasst rund 250
in Arabien, Afrika, besonders Südafrika, und Madagaskar heimische Arten; die
Pflanzen sind winterhart und werden häufig im Freien in Kübeln gepflanzt. Der
Saft ihrer Blätter wird medizinisch genutzt. ![]()
Für Liliengewächse ist kennzeichnend, dass alle Teile des Perianths (Kelchblätter und Kronblätter) relativ undifferenziert und petaloid (kronblattartig) sind, weiter sind ein dreifächeriger Fruchtknoten (aus drei verwachsenen Fruchtblättern), im Allgemeinen mit Nektardrüsen zwischen den Kammern (sepale Nektarien) und relativ grosse Samen typisch, deren Nährgewebe (Endosperm) und Embryonen gut entwickelt sind.
Die
Ordnung der Liliengwächse kommt auf der ganzen Erde vor; die meisten Vertreter
gedeihen jedoch nur in subtropischen und gemässigten Zonen. Viele Pflanzen sind
an trockene Klimabedingungen angepasst. In Zeiten mit ungünstigen Witterungsbedingungen
werden Nahrung und Wasser in Zwiebeln oder anderen Formen vergrösserter unterirdischer
Sprossachsen gespeichert, beispielsweise in Rhizomen und Knollen. Auch oberirdische
Organe, etwa Stängel und Blätter, können als Speicherorgane dienen; häufig haben
diese Pflanzen auch eine verdickte Rinde oder Epidermisschicht, um Wasserverlust
zu vermeiden. Viele Pflanzen dieser Gruppe haben Methoden der ungeschlechtlichen
Vermehrung entwickelt, etwa indem sie Brutzwiebeln an den Hauptzwiebeln oder
an Blütenständen entwickeln oder durch parthenogenetische Samenbildung.
Systematische
Einordnung: Liliengewächse
Liliengewächse bilden die Familie Liliaceae aus der Ordnung Liliales. Die Gattung Lauch wird systematisch als Allium bezeichnet. Zwiebeln stammen von der Art, die den wissenschaftlichen Namen Allium cepa trägt. Knoblauch wird wissenschaftlich als Allium sativum bezeichnet, Schnittlauch als Allium schoenoprasum und Porree als Allium porrum. Die Gattung Asparagus trägt den systematischen Namen Asparagus officinalis, der Zierspargel den Namen Asparagus sprengeri. Die Gattung Aloe heisst auch systematisch Aloe. Die Wasserhyazinthe gehört zur Familie Pontederiaceae und trägt den lateinischen Namen Eichhornia crassipes. Sisal wird von der Sisalagave Agave sisalana gewonnen; der Josuabaum mit dem systematischen Namen Yucca brevifolia und die „Hundertjährige Aloe" mit dem Namen Agave americana gehören zur Familie Agavaceae. Die Süsskartoffel oder Batate gehört zur Familie Dioscoriaceae und wird systematisch als Ipomoea batatas bezeichnet.

Schneeglöckchen
ist nicht gleich Maiglöckchen:

Maiglöckchen
sind in Eurasien und dem östlichen Nordamerika verbreitet. Sie werden in schattigen
Gärten angepflanzt.

Die
Amaryllis stammt ursprünglich aus dem südlichen Afrika.

Aus
der Familie der Liliengewächse: Die Weisse Lilie gehört zu den ältesten
Kulturpflanzen Mitteleuropas.