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Foto: Professor Dr. Wilhelm Barthlott

Die Pflanze des Monats Dezember 06: Stechpalme

Nur wenige Pflanzen haben einen so engen Bezug zur Weihnachten wie die Stechpalme: Zur Adventszeit ist es Brauch, Häuser, Türen und Tische mit Zweigen der Stechpalme zu dekorieren, was aus dem angelsächsischen Raum stammt. In den USA und Grossbritannien gilt der Stechpalmenzweig als Weihnachtssymbol schlechthin. Um die riesige Nachfrage zu decken, werden Stechpalmen in grossen Plantagen gezogen.

Der Kult um diese Pflanze ist allerdings keine Erfindung der Neuzeit. Schon die keltischen Druiden verehrten sie als heiligen Baum, der 10 bis 15 Meter hoch werden kann. In ihrem Glauben symbolisierten die roten Beeren die weibliche Lebensenergie – während die weissen Mistelbeeren den männlichen Samen verkörperten. Zusammen spielten beide Arten eine wichtige Rolle bei der Wintersonnenwende als "mythisches Elternpaar", das im Frühling das neue Leben garantierte.

Mit Hilfe der Stechpalme wurden im Volksglauben unheilvolle Kräfte gebannt oder herbeigerufen. Daher rührt der Brauch in den angelsächsischen Ländern, Stechpalmenzweige zur Weihnachtszeit am Kamin aufzuhängen. So sollen böse Geister gehindert werden, durch den Kamin in das Haus zu kommen. Und auch die Römer glaubten, dass die Stechpalme für Glück und Gesundheit sorgt.

Früher wurde die Stechpalme überdies als Heilmittel, vor allem gegen Fieber, eingesetzt – aber da die Beeren giftig sind, wird sie als Heilmittel nur noch wenig verwendet.
Mehr dazu: www.heilkraeuter.de

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Alle Pflanzenteile sind giftig!

Mit einer Palme hat die Stechpalme weder botanisch noch dem Aussehen nach etwas zu tun. Im Gegensatz zur nahe verwandten Ilex paraguariensis aus Südamerika, deren Blätter den stimulierenden Mate-Tee ergeben, sind die Blätter unserer Stechpalme giftig. Genauso wie die leuchtend roten Beeren. Für Vögel sind sie zwar eine Delikatesse, dem Menschen dagegen bekommen sie nicht. Die Literatur berichtet über Todesfälle bei Konsum von mehr als zwanzig Früchten. Kleinere Mengen führen zu heftigen Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfällen.

Für Vögel essbar, das heisst weich werden die Früchte erst, wenn sie mehrmals Frost bekommen haben; sie können so den ganzen Winter ohne zu verderben an der Pflanze bleiben und stellen ein sehr wichtiges Winterfutter für die Vögel dar.

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Arten

Die Stechpalme wächst in Gegenden, wo die Winter mild sind und die Sommer feucht. Sie wächst jedoch selten wild oder verwildert. Die Wildform ist denn auch streng geschützt. Häufig wird sie hingegen in Gärten und Parks kultiviert. Da die Pflanzen zweihäusig sind – sich männliche und weibliche Blüten also auf getrennten Individuen befinden –, werden die weiblichen Exemplare als Gartenpflanzen bevorzugt, da nur diese Früchte tragen.

Die Stämme der Baumform können bis zu 50 cm Durchmesser erreichen. Die Bäume werden bis zu 300 Jahre alt.

Stechpalmengewächse umfassen etwa 400 Arten. Die Gemeine Stechpalme ist die wohl bekannteste Art, sie ist in Europa, Nordafrika und Westasien verbreitet. Sie wächst als kleiner Baum mit immergrünen, ledrigen, glänzenden Blättern, die bogig gekerbt und an den Spitzen bestachelt sind und bildet leuchtend rote Früchte. Von dieser Art gibt es viele Ziersorten mit sehr unterschiedlich geformtem sowie bunt gemustertem Laub.

Eine weitere, wichtige Gartenpflanze ist die Amerikanische Stechpalme mit glanzloseren, weniger spitzen Blättern. Auch von dieser Art gibt es viele Sorten. Sie stammt aus dem Osten der Vereinigten Staaten, wo sie so intensiv gesammelt wurde, dass sie in mehreren Staaten unter Naturschutz gestellt werden musste, um den Bestand zu erhalten.

Zu den bekannteren Laub werfenden Arten zählen vor allem zwei Arten, die ebenfalls im Osten der Vereinigten Staaten ihre Heimat haben und dort unter dem Namen winterberry bekannt sind. Man verwendet sie gerne als Vasenschmuck, da ihre roten oder orangeroten Beeren sehr lange halten.

Eine weitere Art, die an der dortigen Ostküste auf sandigen Böden vorkommt und etwa 60 bis 120 Zentimeter hoch wird, ist die Tintenbeere (englisch inkberry). Sie wird wegen ihrer tiefschwarzen Früchte so genannt, ihre immergrünen Blätter erinnern an die der Gemeinen Stechpalme.

Die einzige Nutzpflanze unter den Stechpalmen ist der südamerikanische Mate-Teestrauch, dessen Blätter zur Herstellung des anregenden Mate-Tees verwendet werden.
(Quelle: Encarta Microsoft)

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Systematische Einordnung / Name

Stechpalmengewächse heissen botanisch Aquifoliaceae, Stechpalmen bilden die Gattung Ilex. Der botanische Name der Gemeinen Stechpalme lautet Ilex aquifolium, der der Amerikanischen Stechpalme Ilex opaca. Die beiden amerikanischen, Laub werfenden Stechpalmen heissen Ilex verticillata und Ilex laevigata, die Tintenbeere heisst Ilex glabra. Der Mate-Teestrauch trägt den Namen Ilex paraguariensis.

Die Namen "Hülse" und "Hulste" stammt wohl aus dem Altdeutschen. "Ilex" stammt aus dem Lateinischen und erinnert an die Eiche. "Aquifolium" deutet auf die Stacheln an den Blättern hin.

Regional existieren viele Bezeichnungen für die Europäische Stechpalme. In Deutschland ist etwa Hülse, Hulstbaum gebräuchlich. In Österreich wird die Pflanze auch als Stechlaub, Schradl oder Schradlbam bezeichnet.

Am Palmsonntag werden in der gemässigten Klimazone mangels echter Palmen oft Zweige von immergrünen Pflanzen (Weiden, Buchsbaum, Stechpalme) als Palm geweiht. Von dieser Tradition lässt sich der Namensteil "Palme" ableiten.

Weblinks/Quellen:

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Legende
Als Weihnachts-schmuck ist die Stechpalme beliebt. Mit ihren leuchtend roten Beeren bringt sie natürliche Farbe in Weihnachts-sträusse und -kränze. Der Strauch ist vor allem in Amerika ein einträglichen Weihnachts-geschäfts.


Legende Die Blätter und verlockend roten Beeren enthalten sehr giftige Stoffe. Die Giftstoffe führen zu Erbrechen, Magen - und Darmbeschwerden und Durchfälle. Die ersten Vergiftungs-erscheinungen können schon nach dem Verschlucken von nur zwei Beeren auftreten. Die Menge von 20 bis 30 Beeren ist lebensbedrohlich.


Legende
Die immergrüne Stechpalme blüht im April/Juni. Die Blüten sind  entweder weiss oder grünlich gefärbt. Als Früchte bilden sie gewöhnlich rot gefärbte Steinfrüchte, die zwei bis acht einsamige Steinkerne enthalten.


Legende
An vielen Pflanzen erscheinen zwei Typen von Blättern: die Namen gebenden stacheligen sowie die quasi stachellosen ganzrandigen. Die Stechpalme wächst wild in Südwest- und Westeuropa im Unterholz von Buchenwäldern. Bei uns wird sie häufig als Ziergehölz angebaut.


Legende
Es gibt viele verschiedene Zuchtformen, die alle zur Familie der Aquifoliaceae, der Stechpalmen-Gewächse gehören.

 

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Quellen: Microsoft Encarta 2005, «Mein schöner Garten», diverse Websites zum Thema (mit jeweiliger Verlinkung)